Wenn Sie erkannt haben, dass Ihr Kind möglicherweise ein Gestalt-Sprachverarbeiter (GSV) ist, sollten Sie als Nächstes lernen, wie Sie die von ihm verwendeten Gestalten entschlüsseln können. Dieser Prozess kann sowohl lohnend als auch aufschlussreich sein, da Sie beginnen, die tieferen Bedeutungen hinter den scheinbar zufälligen oder sich wiederholenden Phrasen zu verstehen.
Quelle und Kontext von Gestalten identifizieren
Eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Kommunikation Ihres Kindes zu verstehen, besteht darin, herauszufinden, woher seine Gestalten stammen. Diese Sätze könnten aus einer Lieblingsserie, einer Geschichte oder etwas, was jemand, der dem Kind nahe steht, oft sagt, stammen. Die Quelle zu kennen, ist nur der erste Schritt – ebenso wichtig ist es, den Kontext zu verstehen, in dem der Satz ursprünglich verwendet wurde.
Wenn Ihr Kind zum Beispiel häufig einen Satz aus Peppa Wutz verwendet, schauen Sie sich die Folge, in der dieser Satz vorkommt, genauer an. Was macht Peppa? Wie fühlt sie sich? Was geschieht in der Szene? GSVs verwenden diese Ausdrücke oft, um ähnliche Gefühle oder Zusammenhänge in ihrem eigenen Leben zu vermitteln. Ein Satz, der für die aktuelle Situation irrelevant zu sein scheint, könnte in Wirklichkeit die Art und Weise sein, mit der Ihr Kind ein Gefühl oder einen Wunsch ausdrückt, der das widerspiegelt, was es in der Sendung gesehen hat.
Wenn Sie den ursprünglichen Kontext verstehen, können Sie besser interpretieren, was Ihr Kind sagen will. Dies hilft nicht nur bei der täglichen Kommunikation, sondern stärkt auch die Bindung zu Ihrem Kind, da Sie beginnen, die Welt aus seiner Perspektive zu sehen.
Kontext vor Inhalt
Es ist wichtig, daran zu denken, dass für GSVs der Kontext, in dem eine Gestalt verwendet wird, oft wichtiger ist als die spezifischen Wörter selbst. Während sich analytische Sprachverarbeiter auf die einzelnen Bedeutungen von Wörtern konzentrieren, geht es bei GSVs um die Gesamtbedeutung des Ausdrucks in Bezug auf eine bestimmte Situation oder Emotion.
Wenn Ihr Kind also einen Satz wie “Ich will nach Hause!” aus einer Fernsehsendung verwendet, bittet es vielleicht nicht wörtlich darum, nach Hause zu gehen. Stattdessen drückt es vielleicht den Wunsch nach Trost, Sicherheit oder Vertrautheit aus – Emotionen, die es mit diesem Satz verbindet, je nachdem, wie er im ursprünglichen Kontext verwendet wurde.
Um dies zu verstehen, braucht man etwas Zeit und Aufmerksamkeit, aber es ist ein wichtiger Schritt, um die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu unterstützen.
Ich finde dies ein unfassbar interessantes Thema. Sie fragen sich vielleicht: “Ja, aber was kann ich machen?” Das erfahren Sie nächstes mal auf dem Blog. Bis dann!
Beste Grüße aus der Praxis
Jack
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