“Kinder machen es gut – wenn sie es können”

Sie lesen gerade Teil II eines längeren Beitrags. Teil I finden sie hier.

Kinder geben ihr Bestes, um sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden und angemessen zu handeln. Wenn sie jedoch bestimmte Fähigkeiten oder Bedürfnisse nicht erfüllen können, kann dies zu Verhaltensproblemen führen. Hier sind einige Beispiele:

  1. Kommunikation: Kinder, die Schwierigkeiten in der Kommunikation haben, können Frustration zeigen, da sie ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht effektiv ausdrücken können.
  2. Selbstregulation: Wenn Kindern die Fähigkeit fehlt, die eigene Emotionen zu regulieren, können sie in Stresssituationen Schwierigkeiten haben, sich angemessen zu verhalten.
  3. Soziale Fähigkeiten: Kinder, die soziale Fähigkeiten nicht ausreichend entwickelt haben, können in Konflikte geraten, da sie Schwierigkeiten haben, sich in sozialen Situationen zurechtzufinden.

Meines Erachtens ist Nummer 1 der wichtigste Punkt – und nicht nur weil ich Logopäde bin. Punkte 2 und 3 sind auf dem Grundstein der Kommunikation aufgebaut. Es ist daher wichtig, über Emotionen zu kommunizieren, damit Kinder besser mit ihren Gefühlen umgehen können. Genauso wichtig ist es, über soziale Situationen zu reden, die schon vorüber sind.

Manchmal sind soziale Situationen recht angenehm. Man soll nach Gelegenheit über solche Situation nochmal sprechen, damit das Kind wieder erleben kann, wie gut es sich fühlt, z.B. einem anderen Kind zu helfen.

Wie kennen aber alle die Situationen, die äußerst unangenehm sind. Bei diesen Situationen sind wir oft sehr glücklich, wenn sie vorbei ist. Kommuniziert man aber nicht darüber, wird in der Regel nichts daraus gelernt. Erlebt ein Kind so eine Situation wieder, erfährt es eine leichtere Version der Gefühle, die es damals spürte. So kann die Gefühle benannt und besprochen werden.

Kinder machen es gut, wenn sie können. Wie wir ihnen dabei helfen können, kommt demnächst . . .

Beste Grüße aus der Praxis

Jack

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